Superhelden mit zwei Gesichtern

Superman, Spider-Man, Hulk, Batman, Wonder Woman und Iron Man sind international bekannte DC- und Marvel-Figuren, die mehr als 60 Jahre gegen das manifestierte Böse, aber auch gegen ihre eigenen inneren Dämonen antreten. Die zwei Gesichter der (Anti-)Helden, die als übermenschliche Wesen dennoch Schwächen aufweisen, machen die Komplexität der Heldenfiguren deutlich und lassen sie uns zugleich nahbarer und menschlicher erscheinen. Die Ausstellung zeigt die große
Vielfalt der Sammlung des Kurators Michael Kompa. Sie umfasst originale Werke wie Bleistift- und Tusche-Zeichnungen, Aquarelle, Vintage-Comics und Actionfiguren und ist in mehrere Abschnitte
unterteilt. Diese behandeln unter anderem Themen wie Geheimidentität, Verantwortung, Selbstjustiz, Teamspirit und die Hoffnung, die wir in unsere Lieblingshelden setzen. Auch die Bedeutung der Superheldinnen, die mit Vertreterinnen wie Supergirl, Batgirl, Storm und Black Widow in der Ausstellung zu sehen sind, wird näher beleuchtet. Zudem feiert die Graphic Novel Watchmen dieses Jahr ihren 40. Geburtstag. Die Ausstellung gewährt durch ihr breites Spektrum an Charakteren einen Überblick über die verschiedenen Superhelden-Universen, die sich internationaler Beliebtheit erfreuen.
Über den Kurator:
Michael Kompa ist seit mehr als 35 Jahren in der Comicszene aktiv und hat über 50 Ausstellungen im Rahmen des Comicfestivals München und des spanischen Festivals „Viñetas desde o Atlàntico“ in A Coruña kuratiert. Zusammen mit dem Disney-Zeichner Jan Gulbransson schrieb er das finale Skript für den Comic „Die Ducks in Deutschland“ und entwickelte das Konzept für „Die Ducks in den Alpen“. Die Ausstellung „Vorbilder mit zwei Gesichtern“ hat er in 2025 für die Stadtgalerie Altötting aus seiner persönlichen Sammlung zusammengestellt. Diese Ausstellung wurde für das Erika-Fuchs-Haus neu konzipiert.
- Vernissage: Freitag, 27. März 2026 | 19 Uhr, freier, Eintritt
- Kuratorenführung: Samstag, 28. März 2026 | 15 Uhr: regulärer Museumseintritt
- Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und an Feiertagen, am 24., 25., 31. Dezember geschlossen.
HIRNCOMIC

Was, wenn unsere Wahrnehmung uns ständig täuscht – und wir es nicht einmal merken? Genau hier setzt der Hirncomic von Sarah-Lyn Weitnauer und Lea Hümbs an: ein Sachcomic-Projekt, das Neurowissenschaft, Psychologie und Humor auf unterhaltsame und erkenntnisreiche Weise verbindet.
Im Zentrum steht die radikale Erkenntnis: Unsere Wahrnehmung ist keine objektive Abbildung der Realität, sondern ein hochgradig gefiltertes, konstruiertes System unserer Gehirne. Zwischen Illusion, Aufmerksamkeit und kognitiven Verzerrungen entfaltet sich ein Spannungsfeld, das zeigt: Realität ist interpretativ, Wahrnehmung manipulierbar und Denken fehleranfällig.
„Was im Hirn so abgeht“ wird nicht bloß erklärt, sondern erfahrbar gemacht: Statt trockener Theorie gibt’s Experimente fürs Auge und Aha-Momente im Kopf. Denn der Humor wirkt wie ein Turbo für Erkenntnis. Die Ausstellung läuft vom 9. Mai bis 4. Oktober 2026.
Über die Autorin:
Sarah-Lyn Weitnauer stammt aus Bayreuth, wo sie das Gymnasium besuchte. Die Region prägte ihre Kindheit und Jugend ebenso, wie ihren feinen Sinn für Sprache, Humor und menschliche Eigenheiten. Sie studierte BWL an der Universität Bayreuth und Psychologie in Salzburg. Sie ist der Kopf, das Hirn, hinter der fröhlichen Wahrnehmungsgeschichte des kleinen Hirns Cerebri und entwickelt die Geschichten, sowie die Texte und Vorzeichnungen des HIRNCOMICS. Als erfahrene Psychologin kennt sie sich exzellent damit aus, wie äußere Eindrücke auf das menschliche Hirn wirken und wie es von ihm wahrgenommen und interpretiert wird – sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt. Sarah-Lyn arbeitet selbstständig als Psychologin, Unternehmensberaterin, Speakerin und Autorin.
Über die Illustratorin:
Lea Hümbs ist die Illustratorin des Comics. Sie ist eine Expertin darin, noch so obskure Ideen, Scribbles und Briefings in prachtvolle sowie auf den Punkt umgesetzte Zeichnungen zu verwandeln. Und genau das hat sie mittels Standleitung zu Sarahs Hirn auch geschafft: Sie hat dem HIRNCOMIC und der Figur Cerebri Leben eingehaucht.
Lea Hümbs studierte von 2015-2020 Kommunikationsdesign in Berlin und gestaltet seitdem visuelle Welten – als 2D/UI Artist beim Games Studio Papercoda Games und als freiberufliche Illustratorin.
- Ausstellungseröffnung: 8. Mai 2026, 19 Uhr, freier Eintritt
- Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und an Feiertagen
Vorschau 2026
Freitag, 9. Oktober 2026, 19 Uhr: Vernissage von „Die Besten Deutschen Comics – Die Max und Moritz Preisträger*innen 2026“
Freitag, 6. November 2026, 19 Uhr: Vernissage von „Sudetenlove“ in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum, München

